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Was gibt's Neues?!

Der Circuit of the Americas (COTA) im texanischen Austin ist am 20. September Schauplatz des vierten Laufes zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft für Sportwagen (WEC). Der Start zum Sechsstundenrennen erfolgt um 17:00 Uhr, um 19:43 Uhr ist Sonnenuntergang.

Für COTA wird es das erste Nachtrennen, die sechs Le-Mans-Routiniers mit dem Porsche 919 Hybrid hingegen kennen sich mit den Tücken von Zwielicht und Dunkelheit aus. Der anspruchsvolle Kurs hält vielfältige Herausforderungen bereit: Eine spektakulär ansteigende Start-Ziel-Gerade mündet in eine enge Linkskurve. Danach reihen sich aufregende Passagen aneinander, die berühmten Rennstrecken entlehnt sind. Sie erinnern an die Esses aus Suzuka, an Maggots-Beckets aus Silverstone oder an das Motodrom in Hockenheim. Die zweite Gerade im hinteren Streckenbereich misst 1,2 Kilometer. 

Das Porsche Team setzt den innovativsten Rennwagen im Feld ein und hat sich mit dem hybridisierten Le-Mans-Prototypen (LMP1) für die verbleibenden fünf WM-Läufe noch viel vorgenommen. Zur Erinnerung: Beim Renndebüt des Porsche 919 Hybrid im englischen Silverstone war auf Anhieb der erste Podestplatz gelungen. Diesen dritten Platz holte das Trio mit der Startnummer 20: Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau), Brendon Hartley (Neuseeland) und Mark Webber (Australien). Beim zweiten WM-Lauf in Spa-Francorchamps (Belgien), ebenfalls ein Sechsstundenrennen, sorgten die Teamkollegen mit dem Schwesterauto Nummer 14 für die erste Poleposition: Romain Dumas (Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb aus Ludwigsburg.

Beim prominenten dritten Lauf, den 24 Stunden von Le Mans, kam nach einem starken Auftritt letztlich nur die Crew mit der Nummer 14 ins Ziel – Gesamtrang elf nach einer langwierigen Getriebereparatur in der Schlussphase. Bernhard/Hartley/Webber traf es noch härter: Nach 37 Führungsrunden und besten Aussichten auf Rang zwei musste Webber zwei Stunden vor dem Ziel mit einem Schaden am Verbrennungsmotor aufgeben. 

Das Porsche Team hat die Rennpause seit jenem 15. Juni zur Weiterentwicklung und für Testfahrten in Paul Ricard (Frankreich), auf dem Eurospeedway Lausitz und im französischen Magny-Cours genutzt. Der Porsche 919 Hybrid hat ein neues Aerodynamikpaket erhalten, weil für die verbleibenden WM-Läufe (Austin, Fuji, Shanghai, Sakhir, Sao Paulo) der Fokus auf mehr Abtrieb liegt. Außerdem gibt es Detailverbesserungen in vielen Bereichen, die man vor Le Mans zugunsten der Standfestigkeit nicht mehr angefasst hatte.

Für Timo wird es eine Premiere auf dem Circuit of the Americas, da er dort noch nie Rennen gefahren ist:

„Ich bin als einziger der Crew von Startnummer 20 noch nie in Austin gefahren, aber ich habe die Strecke im Simulator in Weissach kennengelernt und mich mit Mark und Brendon ausgetauscht. Der Kurs ist vielfältig und anspruchsvoll. Ich freue mich darauf, mit ordentlich Abtrieb durch die schnellen Kurven zu fahren. Dass wir in die Nacht reinfahren, macht das Ganze noch viel spannender. Ich fahre gern nachts und hoffe, auch in Austin Gelegenheit dazu zu haben. Eine schwierige Phase ist immer, wenn die Sonne tief steht. Im Zwielicht vor der Dunkelheit muss man besonders aufpassen, und die Windschutzscheibe sollte dann auch sauber sein. Auf jeden Fall stehen wir seit dem Rennen in Le Mans als Team noch enger zusammen und sind top motiviert.“

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Der Countdown zum nächsten Langstreckenrennen in 2 Wochen in Austin läuft und bis dahin nutzt Timo Bernhard die rennfreie Zeit, um auch in unwegsamen Gelände die Reifen glühen zu lassen. Seit 2007 ist Timo immer wieder Abseits der Langstrecke anzutreffen um seiner Leidenschaft bei Rallye Veranstaltungen nachzugehen.

Am kommenden Samstag wird er bei der Rallye Mittelhessen als ‚0’ Wagen mit dabei sein. Bernhard konnte bei seinen bisherigen Rallye Einsätzen bereits Siege bei der Saarland und Baden-Württemberg Rallye sowie Podestplatzierungen bei anderen Rallye Veranstaltungen einfahren.

„Rallye ist eine ganz andere Disziplin und mich reizt, dass man als Fahrer ganz anders gefordert wird,“ sagt Bernhard über die Faszination Rallye. „Die Strecken sind vorher nicht bekannt, man muss sich mit dem Beifahrer seine Notizen machen und später auf der WP richtig interpretieren. Auch die wechselnden Bedingungen und Untergründe fordern einen anders, als in meinem Beruf und man ist als Fahrer ganz anders involviert - ich kümmere mich beispielsweise um meinen Luftdruck vor der WP selbst. Für mich ist es ein ambitioniertes Hobby mit großem Spaßfaktor!“

Der 33-jährige Saarpfälzer wird die Rallye mit einem Peugeot 207 S2000, einem reinrassigen Rallye Fahrzeug, welches von ROMO Motorsport eingesetzt wird, bestreiten. „Die Rallye mit einem Allradler zu fahren wird eine ganz neue Erfahrung. Ich starte zwar außer Wertung, fahre aber trotzdem die gleichen Strecken und darf während der Rallye so viele Reifen ausprobieren und Änderungen machen, wie ich möchte. Ich freue mich schon auf die neue Herausforderung und hoffe viel Erfahrung bei meinem Einsatz sammeln zu können.“

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Den Porsche LMP1-Werksfahrern wird trotz der langen Sommerpause in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC nicht langweilig. Zwischen den Rennen in Le Mans (15. Juni) und dem nächsten Lauf im texanischen Austin (20. September) liegen mehr als drei Monate. Neben Testfahrten mit dem Porsche 919 Hybrid absolvierten sie zahlreiche Auftritte für das Unternehmen und frönten ihren rasanten Hobbies.

Timo Bernhards Leidenschaft ist Porsche fahren – ob im Werkseinsatz auf der Rundstrecke oder eben privat im Rallyesport und neuerdings auch am Berg. Zwei Wochen nach den 24 Stunden von Le Mans genoss er mit seinem Porsche GT3 Cup den Einsatz als Vorauswagen bei der Rallye Warndt im Saarland. Mit seinem Teamkollegen Mark Webber besuchte er anschließend den Großen Preis von Großbritannien in Silverstone, wo er natürlich auch beim Porsche Mobil 1 Supercup vorbeischaute. Der erfolgreichste Ferien- und Familienausflug fiel auf den 13. Juli – am ersten Geburtstag von Sohn Paul gelang Timo Bernhard der Gesamtsieg beim 41. Homburger ADAC Bergrennen auf einem Porsche 911 Cup (Typ 991). Das Auto fährt normalerweise Earl Bamber (NZ) im Porsche Carrera Cup Deutschland für das von Vater Rüdiger Bernhard geführte Team 75. Vom 21. bis 23. Juli testete Timo zusammen mit den LMP1-Kollegen Brendon Hartley und Marc Lieb im französischen Paul Ricard. Es folgte noch ein Abstecher zum Einsatz des eigenen Team 75 Bernhard auf dem Red Bull Ring in Österreich, dann ging es mit Ehefrau Katharina und dem kleinen Paul in die Ferien. Wo macht einer der weltbesten Rennfahrer Urlaub? Bodenständig im Salzburger Land.

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Die nächsten Termine

20.09.2014    6h Austin (USA)

12.10.2014    6h Fuji (J)

02.11.2014    6h Shanghai (CN)

15.11.2014    6h Bahrain (BAH)

30.11.2014    6h Sao Paulo (BR)

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