20.04.2009 Timo Bernhard startet beim 2. Lauf der Grand-Am Series in Alton, USA
Nach dem Triumph bei den berühmten 24 Stunden von Daytona, dem
Auftaktrennen der Grand-Am Series 2009, will Porsche auf dem Virginia
International Raceway an diesen großen Erfolg anknüpfen. Viel
vorgenommen haben sich für das zweite Saisonrennen vor allem Timo
Bernhard (Homburg/Saar) und Romain Dumas (Frankreich): Die
Porsche-Werksfahrer wollen nach ihrem Pech in Daytona mit einer
Top-Platzierung ihre Titelchance wahren.
"Für uns geht die Saison jetzt erst richtig los. Schade nur, dass wir
vom Reglement schon wieder eingebremst wurden", sagt Timo Bernhard.
Nach einer Änderung des technischen Reglements müssen die
Porsche-Riley ab sofort ohne sechsten Gang und mit verringerter
Motordrehzahl antreten. "Das macht alles natürlich etwas schwieriger.
Die Übersetzung passt nicht mehr so gut und den Leistungsverlust
spüren wir natürlich auch. Jetzt müssen wir schauen, wie wir das
zusammen mit dem Team am besten hinkriegen."
Die 5,26 Kilometer lange Rennstrecke im US-Bundesstaat Virginia ist
sehr anspruchsvoll und kommt damit nicht nur Timo Bernhard entgegen.
Auch Romain Dumas hofft, die Nachteile der Reglementänderung
wenigstens zum Teil ausgleichen zu können. "Das ist eine
Fahrerstrecke, die schwierig ist und sehr viel Spaß macht", sagt er.
"Auf solchen Strecken fühlen Timo und ich uns besonders wohl."
Neben Penske Racing, das den Porsche-Riley mit der Startnummer 12
einsetzt, bringt Brumos Racing erneut zwei Daytona-Prototypen mit dem
510 PS starken Porsche-Sechszylinder-Motor an den Start.
Das Rennen in Alton startet am Samstag, 25. April, um 14.30 Uhr
Ortszeit (20.30 Uhr MESZ) und geht über 250 Meilen.
Die Rennen 2009
In der Saison 2009 stehen diese zwölf Rennen in den USA und Kanada auf
dem Kalender der Grand-Am Series:
24./25.01. Daytona 24 Stunden
26.04. Virginia
03.05. New Jersey
17.05. Laguna Seca
06.06. Watkins Glen 6 Stunden
20.06. Mid-Ohio
03.07. Daytona
19.07. Birmingham
07.08. Watkins Glen
29.08. Montreal
20.09. Salt Lake City
10.10. Miami
Das ist die Grand American Sports Car Series
Die Grand American Rolex Sports Car Series (kurz: Grand-Am Series)
ersetzte im Jahr 2000 die United States Road Racing Championships. In
der Saison 2009 werden zwölf Rennen in den USA und Kanada gefahren.
Traditioneller Saisonhöhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen in Daytona.
Die meisten Rennen gehen über die Distanz von 250 Meilen.
Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Fahrzeugklassen: Daytona
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,
werden aber getrennt gewertet.
Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen
große Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur
Motoren bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos
Racing sind mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem
Riley-Chassis am Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für
Daytona Prototypen rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge
beträgt 1.021 Kilogramm.


