20.09.2009 Platz 4 für Timo Bernhard beim 11. Lauf in Salt Lake City, USA
Auf dem im US-Bundesstaat Utah gelegenen 4,904 Kilometer langen Kurs
mit seinen 24 Kurven gingen Timo Bernhard (Homburg/Saar) und Romain
Dumas mit dem Porsche Riley von Penske Racing aus der ersten
Startreihe ins Rennen. Unter den Augen von Roger Penske, der
rechtzeitig zum Start vom IndyCar-Rennen aus Japan eingeflogen kam,
setzte sich Bernhard in der 17. Runde an die Spitze des Feldes. Nach
dem Fahrerwechsel in der 30. Runde machte sich Dumas auf die
Verfolgung der Spitze. Wegen eines Missgeschicks beim Boxenstopp und
einer späten Safety-Car-Phase, die ihre bis dahin perfekt
funktionierende Strategie durchkreuzte, reichte es für die Zweiten von
Montreal diesmal aber nicht zu einem Podiumsplatz.
"Wir waren absolut konkurrenzfähig und das ganze Team zeigte eine
starke Leistung", sagte Timo Bernhard. "Doch beim Fahrerwechsel haben
wir ein paar Sekunden verloren, weil ich Schwierigkeiten hatte, das
Funkkabel an meinem Helm auszustöpseln. Schade, wir waren, wie schon
in Montreal, nahe daran zu gewinnen." Romain Dumas sagte: "Das
Missgeschick an der Box hat die Zeit gekostet, die uns am Ende gefehlt
hat. Durch die späte Gelbphase konnten wir sie nicht mehr zurückholen.
Die Leistungsdichte in dieser Meisterschaft ist so groß, dass man sich
absolut keinen Fehler erlauben darf. Doch wir wissen, dass wir mit
diesem Auto gewinnen können. Jetzt versuchen wir es eben in Miami."
Der 12. Lauf der Grand-Am Series findet am 10. Oktober in
Miami-Homestead im US-Bundesstaat Florida statt.
Statistik: 11. von 12 Rennen der Grand-Am Series in Salt Lake City, UT
Rennergebnis
1. Gurney/Fogarty (USA/USA), Pontiac Riley (DP), 56 Runden
2. Angelelli/Friselle (I/USA), Ford Dallara (DP), 56
3. Pruett/Rojas (USA/MEX), Lexus Riley (DP), 56
4. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche Riley (DP), 56
5. Friselle/Wilkins (USA/CAN), Ford Riley (DP), 56
Punktestände
Fahrer Klasse DP
1. Alex Gurney, Jon Fogarty, Pontiac, 309 Punkte
2. Brian Friselle, Max Angelelli, Ford, 301
3. Scott Pruett, Memo Rojas, Lexus, 299
4. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 276
5. Michael Valiante, Ford, 263
Das ist die Grand-Am Series
In der Grand American Rolex Sports Car Series werden 2009 zwölf Rennen
in den USA und Kanada gefahren. Traditioneller Saisonhöhepunkt sind
die 24 Stunden von Daytona. Die meisten Rennen gehen über die Distanz
von 250 Meilen. Das Starterfeld bilden zwei Fahrzeugklassen: Daytona
Prototypen und GT-Fahrzeuge. Sie starten mit einer Ausnahme zusammen,
werden aber getrennt gewertet.
Daytona Prototypen (DP): Die Chassis der Fahrzeuge liefern
Spezialhersteller wie Riley. Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen
Automobilhersteller keine eigenen Teams einsetzen, sondern nur Motoren
bereitstellen. Die Porsche-Teams Penske Racing und Brumos Racing sind
mit dem Porsche 3,99-Liter-Sechszylinder und einem Riley-Chassis am
Start. Der Motor leistet in der Spezifikation für Daytona Prototypen
rund 510 PS. Das Mindestgewicht der Fahrzeuge beträgt 1.021 Kilogramm.


